Gap Trading – Die Geheimnisse hinter der Trading Strategie

Gap-Trading / Gaptrading

Das sogenannte Gap-Trading gehörte zu den Day Trading-Strategien. Hierbei geht es im Grunde genommen darum einen Long- oder Short-Trade zu eröffnen und noch am selben Tag zu schließen. In seltenen Fällen kann ein solcher Trade auch als Swing Trade behalten werden. Hierzu müssen aber bestimmte Parameter erfüllt werden.

Wodurch wird ein Gap (Kurslücke) erzeugt?

Die meisten Gaps sind Nachrichten basierend. Sehr häufig kommen solche Kurslücken vor allem bei Quartalsergebnissen von einzelnen Unternehmen vor. Wenn also beispielsweise die Erwartungen von Analysten übertroffen werden, kommt es häufig zu einem Gap nach oben (positiv). Werden jedoch die Konsensschätzungen verfehlt, kann es auch zu einem Gap nach unten (negativ) kommen. Natürlich gibt es auch andere Umstände, welche zu gewaltigen Gaps führen können, wie beispielsweise ein geplatzter Deal (Gap nach unten), eine Übernahme (Gap nach oben), ein neuer Großauftrag eines Unternehmens (Gap nach oben) oder beispielsweise auch das Scheitern eines Medikaments während der Zulassungsphase (Gap nach unten), was vor allem bei Pharma- und Biotechnologieaktien sehr oft zu sehen ist. Auch die Auf- oder Abstufung einer Aktie seitens eines Analysten kann häufig zu großen Kurssprüngen führen.

Warum ist die Strategie so interessant?

Durch große Kurslücken, je höher desto besser, befindet sich der Markt in einer Schieflage. Die Aktionäre geraten regelrecht in Panik und eine ganze Armada an Stopp-Loss Aufträgen wird meist in den ersten Minuten ausgelöst. Es kommt zu starken Kursausschlägen, welche sich aber während des Handelstages sehr gut und präzise analysieren lassen. Nachdem es zu den ersten Konsolidierungen kommt, lohnt sich meist der Einstieg in Richtung des Gaps. Unter Umständen kann aber auch ein Trade gegen die eigentliche Gap-Richtung zum gewünschten Erfolg führen. Dies ist insbesondere dann sehr interessant, wenn die Aktie im Vorfeld der Kurslücke schon sehr stark gestiegen oder gefallen ist. Das Gap ist dann sehr oft das Grande-Finale der Übertreibungsphase.

Der große Vorteil entsteht in Folge durch das hohe Volumen und die teils starken Folgebewegungen. Nehmen wir einmal an ihre Lieblingsaktie fällt über Nacht um mehr als zehn Prozent. Sie werden eher in Panik geraten und versuchen noch am selben Tag die Aktie loszuwerden. Diesem Ruf folgen auch viele andere Anleger. Gepaart mit einigen Short-Verkäufern wird die Wirkung zusätzlich verschärft und das Papier kann im Laufe des Handesltages noch viel weiter an Wert verlieren.

Umgekehrt werden Sie Ihre Lieblingsaktie wohl kaum verkaufen, wenn es zu einem tollen Gap nach oben kommt. Sie behalten ihr Papier und viele andere Anleger werden auf die positiven Nachrichten aufmerksam und wollen ebenfalls einsteigen. Auch hier wird meist der Effekt des Gaps während des Handelstages um ein Vielfaches erhöht.

Gaps nach oben – eher interessant für Long Einstiege
Gaps nach unten – eher interessant für Short Einstiege

Übertreibungsgap

Ist eine Aktie im Vorfeld schon einige Tage oder Wochen stark gestiegen und es kommt zu einem weiteren Gap nach oben – eher interessant für Short Einstiege
Ist eine Aktie im Vorfeld schon einige Tage oder Wochen stark gefallen und es kommt zu einem weiteren Gap nach unten – eher interessant für Long Einstiege

Wie hoch sind die Gewinnerwartungen?

Dies kann man nicht prozentual festlegen. Es gibt Aktien, die bei guten Setups teils 10 Prozent Gewinn mit dieser Strategie innerhalb von wenigen Minuten abwerfen. Solche Trades führen wir tagtäglich im Traders Live Chat von ratgeberGELD.at durch, wo ich vor dem Einstieg einen Alert ausgebe, damit meine Trader Kollegen genug Zeit haben, um bei einem entsprechenden Kauf- bzw. Short-Signal reagieren zu können. Teils gibt es auch nur kleinere Gewinne in der Höhe von 1 bis 2 Prozent innerhalb einer Stunde.

Wichtiger ist hier vor allem auf das Chance-Risiko-Verhältnis (kurz „CRV“) zu achten. Wenn also ein Trade sagen wir mal 10% Gewinn abwirft, heißt das noch lange nicht, dass es ein guter Trade war. Wenn ich hierbei ein Risiko von 10% eingegangen bin, war es sogar ein eher mittelmäßiger Trade. War mein Risiko mit einem Stopp bei rund 2% abgesichert, dann war es ein fantastischer Trade, da das Endergebnis ein CRV von 5:1 lieferte. Es kommt also immer auf das eingegangene Risiko an, welches wir im Traderchargon auch als ein „R“ bezeichnen. Das Ziel ist es immer das „R“ um ein Vielfaches zu schlagen.

Bietet die Strategie demnach gute CRV´s?

Ich trade nun schon fast seit zwei Jahrzehnten und ich habe selten eine Strategie kennengelernt, die teils so hohe CRV´s abwirft wie das Gap-Trading. Es kann auch schon mal vorkommen, dass ich intraday bei einem Handel das Zehnfache des ursprünglich eingegangenen Risikos verdiene. Stellen Sie sich mal vor, Sie haben ein Fußball Länderspiel Deutschland gegen Österreich und bekommen hierbei eine Wettquote von 10:1 auf einen Sieg Deutschlands – ok ich bin Österreicher, aber ich muss schon gestehen, dass der eindeutige Favorit mit Sicherheit immer Deutschland bleiben wird.  Solche Quoten sind im Gap-Trading tagtäglich erreichbar und ich habe noch dazu eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass mein Trade auch funktioniert. Was ich damit sagen will ist, dass diese Strategie eine hohe Wahrscheinlichkeit mit sich bringt und gleichzeitig auch unglaublich hohe CRV´s.

Kann Gap Trading jeder machen?

Grundsätzlich ja, doch wenn ich ehrlich bin ist dies die Champions-League des Tradings. Der Erfolg hängt nicht nur von einem guten qualitativen Setup ab, sondern vor allem davon, wann und wie hier Teilgewinne mitgenommen werden, der Gewinn getrailt wird und wo der Stopp platziert wird. Ich bin mir sicher, dass wenn 10 Trader den exakt gleichen Einstieg machen, das Ergebnis am Ende des Tages nicht unterschiedlicher ausfallen könnte.

Ihr Tipp?

Wenn jemand diese Strategie erfolgreich umsetzen will, dann muss „the art of trading“, also die Kunst des Handels in Fleisch und Blut übergehen. Dies können vor allem erfahrene Trader von sich behaupten, welche Tag für Tag ihre Trading-Skills erhöhen und immer genau wissen ,wann und wie sie etwas machen. Natürlich kann man die Kunst des Tradings auch lernen. Dazu habe ich beispielsweise die Traderakademie 365 gegründet, wo ich talentierte Trader und jene, die es werden wollen, über ein Jahr lang ausbilde, um diese zu starken und profitablen Tradern zu formen. Hier behandle ich auch das Thema Gap-Trading in einem eigenen Webinar, wo ich insgesamt mehr als 6 unterschiedliche Einzelstrategien vorstelle.

Ungeübte und unerfahrene Trader sollten also eher Abstand von dieser Strategie nehmen, da kleine Fehler zu großen Verlusten führen können. Wer aber den Willen hat zu lernen, der hat hier die Champions-League des Tradings vor sich.

Hier noch zwei Beispiele: Long Trade in $SONO

Nach einem Gap nach oben bildete sich der erste starke Momentum-Impuls, welcher die Aktie von rund 19.80 auf 20.80 USD brachte. Danach kam die erste Konsolidierung, welche die Einstiegschance (1) mit sich brachte. Das Kaufsignal wurde bei 20.50 USD ausgelost. Danach bildete sich eine längere Seitwärtsbewegung, eine sogenannte „Base“. Ich liebe solche Konsolidierungen, zumal der Ausbruch aus selbigen zu starken Impulsen führt.  Die nächste Einstiegschance (2) bot sich beim Breakout über die Marke von 20.80 USD. Der Stopp konnte hier knapp unter 20.60 USD platziert werden. Das „R“ des Trades lag  somit bei 20 Cent. Das Setup habe ich auch vor dem Ausbruch in der Facebook Gruppe (Link), als auch bei ratgeberGELD.at im Chat gepostet. Danach ging es in nur 10 Minuten auf 22.00 USD, was einen max. Profit von 1.20 USD mit sich brachte. Das CRV des Trades lag somit bei 6:1 – nicht schlecht.


Short-Trade in $COTY

Natürlich funktioniert solch ein Trade auch hervorragend auf der Short-Seite. Bei Coty $COTY sahen wir nach dem ersten Abwärtsimpuls eine technische Gegenreaktion. Dies war ein typischer 123 Pullback, welcher häufig gerne mal bis zum VWAP (Volume weighted moving average) geht. Zu diesem Indikator habe ich im Traders Magazin schon mal einen Artikel geschrieben – den Link dazu finden Sie hier =>LINK

Nach dem Bruch nach unten wurde das Short-Signal bei 11.65 USD ausgelöst. Der Stopp wurde in Folge bei 11.80 USD platziert. Das „R“ des Trades betrug somit 15 Cent. Das Tief der nächsten Bewegung wurde bei 11.10 USD gebildet. Eine Gesamtbewegung von 55 Cent bei einem R von gerade einmal 15 Cent. Hier betrug das CRV immerhin 3.6:1. Natürlich wird man nicht immer das volle CRV erreichen, aber Teilgewinnmitnahmen und Trailing-Stopps führen zum nötigen Erfolg.


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Offenlegung gemäß §48f BörseG wegen möglicher Interessenkonflikte:  Der Autor ist LONG SMSI,GRUB,DBK,EGY

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